Die Spears in der Romandie

Trotz überaus grosser Belanglosigkeit – die Olten Spears haben sich nämlich den Aufstieg bereits am zweitletzten Spieltag gesichert – reisten 6 von 7 Gefährten voller Elan zum TC Evilard, um sich auch noch 9 weitere Punkte abzuholen. Die beiden Geisterfahrer Marcel – fürderhin benannt als Märserati – und Joris fanden sogar die richtige Spur und am Ende auch den Weg. Zwischenfälle gab es keine zu verzeichnen.

Die Ankunft beim TC Evilard erfolgte dann doch mit eher geringer Euphorie. Schnell wurde ihnen bewusst, dass die Gegner vor allem mit negativer Sprache auffallen. Trotz allem war kein Kaliber mit Format eines «Marvin» auffindbar, was das Verletzungsrisiko stark minimierte.
Einen ersten Schock erlitten die Spears beim Anblick der Umkleidekabine: Die Grössenverhältnisse erforderten es, besonders nahe zusammen zu rücken, was angesichts der Anwesenheit gewisser Spears bedauerlicherweise traumatische Langzeitfolgen unvermeidlich machte.
Begonnen wurde die Begegnung mit der Crème-de-la-Crème der Spears: Däru, Doni und Märserati erledigten ihre Aufgaben zwar nicht wie gewohnt souverän, doch die Siege waren gewiss. Dario überraschte alle negativ, indem er zum ersten Mal in dieser Saison einen Dreisätzer zulassen musste. Wie dem Gegner dieses Kunststück gelang, bleibt wohl ein Geheimnis. Akte XY dürfte die kommenden Jahre einiges zu tun erhalten. Highlight der Partie war, als Dario und sein Gegner anfingen gegenseitig ihre Fehler zu bejubeln. Es scheint neuerdings der Fall zu sein, dass ein «Come on» auch bei unforced errors angemessen ist. #Trendsetter.
Die zweite Partie geht mit dem unrühmlichen Namen Ralf 2.0 in die Geschichte und das kollektive Bewusstsein der Spears ein. Der Gegner von Doni trumpfte mit fundierten NASA-Erfahrungen und zahlreichen Apollo 913-Bällen auf. Die Verzweiflung von Adonis lag spürbar in der Luft, aber dessen Status als König des «Bällelens» ist weiterhin unantastbar. Auch trotz einer Aufschlag-Quote von nur 37% beim ersten Service brachte Doni das Match am Ende doch noch in trockene Tücher.
Märserati machte seinem Namen alle Ehre und überfuhr seinen Gegner in bedeutsamer Manier regelrecht. Das Match verstrich sonst ohne bedeutende Ereignisse, Highlights oder sonstige erwähnenswerte Momente. Im Prinzip könnte man festhalten, dass die Tristheit des Matches nur durch den Sieg in den Schatten gestellt wurde. Zudem war Platz 3 der einzige Platz, welcher durch die umliegenden Bäume beschattet wurde. Insgesamt war es dementsprechend ein düsteres Match.
Match 4 wurde von Matthias bestritten. Insgesamt ein äusserst krankes Unterfangen. Seinem Motto getreu, mit möglichst wenig Aufwand durchs Leben zu kommen, startete Mätthu mit einem souveränen 0-6 in den ersten Satz. Ohne an seinem misslichen Konzept etwas auch nur zu ändern, spielte in den folgenden 12 Games nur noch einer und so fegte Mätthu seinen Gegner mit 0-6 6-0 6-0 vom Platz. Auch hier dürfte sich Akte XY einiges noch genauer ansehen: Die Aufklärungsarbeiten, was denn genau ein so genanntes «Velo» ist, laufen bis dato auf Hochtouren. Dennoch sei es Matthias vergönnt, auch wenn es sich bei seiner Prahlerei um eine kleine Übertreibung handelt. So werden aus 8 cm locker 18 cm.
Fäbu überraschte – wie bereits die gesamte Saison über – besonders durch seine mentale Stärke. Der Sieg war dann auch nach drei zähen Sätzen eingetütet. Vor allem der Service war eine Waffe, die in Zukunft selbst den Iran dazu bewegen dürfte, qualifizierte Vorstösse gegen das Atomabkommen zu begehen.
Das letzte Match bestritt Joris alias Doris. Sein Match war bestenfalls das Letzte. Die mentale Stabilität war schlecht, die Schlagquote schlechter. Zugeschrieben wurde die unvermeidliche Niederlage dem Umstand, dass sein Gegner vor über 40 Jahren einmal (angeblich) R4 klassiert gewesen sein soll. Wie dies möglich gewesen sein soll, lässt sich anhand des gegnerischen Könnens nicht genau rekonstruieren.
Joris benahmt sich in der Folge sehr Doris-untypisch und tobte verbal durch das gesamte Areal. Für Joris endet damit die Solo-Kampagne im Interclub leider wenig erfreulich. Wie Joris hier zu sagen pflegen würde: «Das esch s’Letschte.»
Die Doppel verliefen – wie fast gewohnt. Leider verloren Marcel und Fabian ihre Doppelpartie und somit das einzige Doppel der gesamten Saison (14/15)!
Den Abend und die Interclub Saison liess man dann auch im Gheid in Olten entspannt ausklingen.

Geschrieben von Daniel Donauer

Begann mit dem Tennisspielen in 2012. Seit seinem Debut für die Spears im selben Jahr hat er sich in kürzester Zeit an die Teaminterne Rankings Spitze gespielt. Gewann zahlreiche Turniere während der letzten Jahre und ist zu einem grossen Teil mitverantwortlich für den sportlichen Erfolg der Mannschaft.

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